30. August 2011

Teeverarbeitung

Chinesisches Bergland - das berühmte Teeanbaugebiet

Teekenner auf der Teeplantage mit fachkundigen Mitarbeitern Jeder hier weiß, wie man Tee anbaut und verarbeitet. Dank der günstigen klimatischen Bedingungen wird in dieser Gegend schon seit Jahrhunderten Tee angebaut, und daher sind auch die meisten Einwohner zumindest zeitweise in die Teeproduktion eingebunden. Wer sich auf den Teeanbau spezialisiert hat, besitzt, ebenso wie viele Angestellte der Teeplantage, ein außerordentlich detailliertes Fachwissen, was mir sehr dabei geholfen hat, mir ein Bild über den Gesamtprozess des biologischen Teeanbaus zu verschaffen. Dieses Wissen gebe ich ich gerne an Teekenner - Leser weiter.

Bioloischer Teeanbau im Detail

Teesträucher werden in höheren, hügeligen Lagen gezogen, in denen sie viel Sonne und auch genügend Regen bekommen. Wenn man die Bioplantage länger nutzen möchte, muss man darauf achtgeben, dass die Pflanzen gesund und die Böden fruchtbar bleiben. Die meiste Arbeit besteht darin, die Teepflanze - auf unserer Plantage die Mao Jian Pflanze - von Beginn an zu kräftigen und die Erde vor Erosion zu schützen. Während des Wachstums verleiht man den Sträuchern die Form, bei der das Pflücken am wenigsten anstrengt. Viele erntereife Teeplantagen weisen daher einheitlich niedrige Pflanzen in geraden Reihen auf. Die Teepflücker laufen die Reihen ab und pflücken immer nur die obersten Triebe mit zwei oder drei Blättern. Ausschließlich die jüngsten, gerade erst gewachsenen Blätter und Triebe enthalten eine ausreichende Menge an Tannin, Koffein und anderen Stoffen, die einen qualitativ hochwertigen Tee ausmachen. Daher sieht man im Teeglas nach dem Aufguss nur grüne Triebe und junge Blätter.
Alles in allem brauchen die Teebauern und alle damit verbundenen Experten für den biologischen Anbau vom grünen Tee eine Menge Erfahrung, Geschicklichkeit und Ausdauer, um einen Tee herzustellen, der sich mit allen Sinnen genießen lässt.