16. April 2012

Ein Besuch bei der Tian Mu Qing Ding Frühjahrsernte

Ein guter Tag beginnt mit einer Tasse frischen grünen Tee.

Grüntee Ernte

Ich bin gespannt auf die frische Ernte und endlich mal wieder einen der innovativsten Teebauern Chinas zutreffen. Heute besuche ich unseren Anbieter fuer den Bio Tian Mu Qing Ding, nahe dem Tian Mu Gebirge im Norden der Provinz Zhejiang, das ist keine 300km von Shanghai entfernt.

Bestes Wetter und angenehme 24 Grad hat es heute, ideal fuer ein paar Bilder, als ich die Laobania (chin. „Chefin“) in der kleinen Teefabrik treffe. Zunaechst trinken wir gemeinsam von ihrer ersten Ernte, sie sagt dieses Jahr hat es viel geregnet und daher ist die Ernte recht ueppig. Sehr elegantes, quasi jadegruenes leuchten hat der Aufguss und vorsichtig schluerfe ich den Bio Gruentee. Tian Mu Qing Ding ist sehr geschichtsreicher Grüntee, der nur hier im Tianmugebirge angebaut werden kann. Die Blaetter sind recht klein, daher kommt der feine, leicht herbfruchtige Geschmack. Eine wahre Wohltat nach der einstuendigen Autofahrt aus Hangzhou. Aber eigentlich kann ich mich gar nicht richtig auf den Tee konzentrieren, es drängt mich hinaus in die Teegärten und ins frühlingshafte Wetter.

Der Teegarten.

Grünen Tee Trocknung

Nun endlich sind wir im Teegarten, die Tian Mu Qing Ding Frühjahrsernte ist in vollem Gange. Etwa 40 Pflückerinnen zähle ich, alles reine Handarbeit. Laobania erklärt mit was es mit den kleinen Bäumen zwischen den Teesträuchern auf sich hat. Drei Vorteile ihrer Erfahrung nach stellen sich ein, Nachhaltigkeit aus schonenden Anbau, natürlicher Insektenschutz und bester Geschmack. Erstens sichern die langen Wurzeln das Erdreich gegen Erosion, zweitens gehen die Insekten, meist kleine Fruchtfliegen lieber an die duftenden Blüten des Baums und drittens geben die Blüten den darunter wachsenden Teesträuchern ein wenig von ihrem blumigen Geschmack ab. Dieses Konzept ist sehr innovativ, zwar lässt sich durch die Bäume nicht einfacher Ernten, aber gute Dinge brauchen eben Sorgfalt und Zeit.

Im Anschluss besuchen wir noch einen älteren Teegarten, hier hat es keine kleinen Bäume, sondern wir sehen einen klassischen Teegarten, so wie man sich es vorstellt. Auch hier wird Tian Mu Qing Ding angebaut, durch die erhöhte Sonneneinstrahlung wegen der fehlenden Bäume ist dier Tee hier schon geerntet.

Wir gehen nun zurueck in die „Fabirk“, die Pflückerinnen geben ihren Tee ab, es wird kiloweise entlohnt, wobei eine fleissige Pflückerin auf maximal fünf Kilo frische, also nicht getrocknete Teeblätter am Tag kommt, dies sichert ihr eine bodenständige Einkunft.

Auf den großen Bambustellern wird der Tee getrocknet und im Anschluss sackweise abgepackt. Ich bekomme noch einen kleinen Beutel Tian Mu Qing Ding mit auf dem Weg und verabschiede mich für heute von der Laobania und ihren fleißigen Helferinnen.