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Teekenner Service

Aromatee – gesunde Vielfalt?

8. Juli 2013

Mehr Abwechslung mit Aromatee - Teevielfalt – gut oder schlecht?

Frischer Aromatee in der TeetasseAromatees sind heutzutage ein fester Bestandteil des Teesortiments in jedem Supermarkte oder Teefachgeschäft. Orangenblütentee, Winterzauber oder Bratapfeltee, Tee mit Marzipan-Aroma, Mangostücken  und Rosenblättern oder Wellnes- und Seelentee sind heute aus den Regalen nicht mehr wegzudenken. Für jede Jahreszeit und Gemütslage bieten der Handel und die Lebensmittelindustrie eine passende Lösung – den Aromatee. Neue Teekreationen sind mittlerweile zum kommerziellen Pflichtprogramm geworden. Die Teetrinker wollen es so.

Die Teefreunde machen sich leider zu wenig Gedanken über den Wert und die Zusammensetzung solcher aromatisierten Tees. Dies zeigt unsere Erfahrung als Teespezialist. Vor allem angehende Teeliebhaber lassen sich oft von exotisch oder wohl klingelnden Teesorten verlocken und kaufen oft fertige Aromatees. In der Tat klingt ein Jasminblütentee mit den alle Sinne belebenden orientalischen Gewürzen viel interessanter als ein herkömmlicher grüner Tee aus China. Nur wenige Teetrinker stellen sich bei der Auswahl der nächsten Teesorte die Frage: Was verbirgt sich hinter dieser Vielfalt und dem vielversprechenden Namen? Sind die neuen Teekreationen gut für meine Gesundheit?

 

Aromatee – was steckt drin?

Jeder Aromatee besteht aus einem Basistee, in der Regel Schwarz- oder Grüntee, dem verschiedene Geschmacksträger oder Aromastoffe hinzugefügt werden. Diese aromatisierenden Zusätze lassen sich in drei Gruppen einteilen:

  1. Natürliche Zusätze: Blüten (wie Jasmin-, Rosen-, Hibiskusblüten), Gewürze (wie Zimt, Nelke, Vanille, Koriander, Kardamom, Anis etc.) , Kräuter (wie Minzblätter) oder getrocknete Fruchtstücke. Gesundheitlich sind solche Aromatees unbedenklich.
  2. Ätherische Öle: Lavendel- , Orangen- oder Bergamottöl. Bei der Auswahl von Aromatees mit ätherischen Ölen sollte jeder Teekenner auf die Qualität und den Preis achten. Natürliche ätherische Öle sind eine kostbare Ware.
  3. Naturidentische Aromastoffe: Mit der Bezeichnung „naturidentisch“ missbraucht leider die moderne Lebensmittelindustrie das Wort „Natur“ und reichert den Basistee mit synthetisch hergestellten Aromastoffen an. Naturidentisch heißt in diesem Fall „nachgebaut“, d.h.  wie die Substanz  in der Natur vorkommt. Auf diese Weise entsteht die preiswerte, bunte Supermarkt-Teevielfalt  – Apfel-, Mango-, Papaya- Tee usw.

 

Aromatee – auf die Basis kommt es nicht an.

Heutzutage werden meistens Schwarz-oder Grüntees mit Aromastoffen verfeinert. Hochwertige Früchte- und Kräutertees benötigen in der Regel keine Zusätze. Weißer Tee mit Aromen ist ebenfalls selten anzutreffen. Beim Kauf eines Aromatees darf man nicht vergessen, dass meistens minderwertige Qualitäten von Schwarz- oder Grüntee als Basis für eine Teemischung  verwendet werden. Mit Aromen wird der Tee veredelt und kann somit verkauft werden. Außerdem gilt der Basistee als Trägerstoff für die jeweilige Geschmacksnote und ist im Tee eher zweitrangig.

 

Hochwertiger Tee braucht keine Zusätze.

Allen angehenden Teekennern empfehlen wir, hochwertige und richtig zubereitete Teesorten ohne Zusätze zu probieren und den Gaumen so zu schulen, um auch im puren grünen Tee Aprikosennoten zu entdecken. Ganz ohne Zusatzstoffe.

Genussvolles Teetrinken wünscht das Teekenner-Team!