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Teekenner Service

Teelexikon

Regentee

bezeichnet Tee, dessen Blätter während der starken Regenfälle gepflückt werden. Vor allem in den Jahreszeiten der sogenannten Monsune werden diese Teeblätter geerntet.


Alpen-Quellwasser

Richtige Teezubereitung – die Wasserhärte ist entscheidend

Das richtige Wasser für die perfekte Teezubereitung In der Kunst der richtigen Teezubereitung spielt die Wasserqualität eine bedeutende und alles entscheidende Rolle. Das wussten bereits alte Chinesen, die zu Recht als wahre Teekenner  und Trendsetter in der Kunst des Teetrinkens gelten. Der große Teemeister Zhang Dafu aus der Qing-Dynastie weist in seinem Traktat über Tee „Cha Shu“ deutlich auf die Bedeutung des Teewassers hin: „Die Qualität einer guten Tasse Tee hängt zu 20 % vom Tee selbst ab und zu 80 % vom verwendeten Wasser.“  Das aromatische Teeblatt ergänze bloß das richtige Teewasser. Daher sollte jeder Teekenner auf die Auswahl und Qualität, aber auch auf den Geschmack des Teewassers achten und dem Wasser eine größere Aufmerksamkeit als dem Tee selbst schenken. Nach alter chinesischer Tradition eignet sich für die Teezubereitung am besten das reine Quellwasser.  Dieses Wasser – oft aus entfernten Bergquellen oder Flüssen –  ist frisch, rein, sauerstoffhaltig und weich. Nur das vollkommene Teewasser ermöglicht eine volle und unverfälschte Entfaltung des Teegeschmacks und des Aromas. Besonders feine Teesorten, wie grüner und weißer Tee, benötigen frisches und weiches Wasser mit einem Härtegrad bis sieben oder acht. Hartes, kalkhaltiges Wasser kann das zarte Aroma dieser Spitzentees zerstören und das Teegetränk unappetitlich, ja gar ungenießbar machen. Oft ist das harte  Wasser der Grund für einen unangenehmen dunklen Filter, der sich auf der Teeoberfläche bilden kann. An der Stelle wird sich wohl jeder anspruchsvolle Teetrinker fragen: Wo nimmt man hierzulande reines und gutes Quellwasser? Aus der Glasflasche Sensible und zarte Grün- und Weißteesorten, wie Yin Zhen (Silver Needles), können mit Quellwasser aus der Flasche aufgebrüht werden. Beim Kauf von Quellwasser sollte man  auf die Qualität und die chemische Zusammensetzung des Wassers achten. Quellwasser ohne Kohlensäure aus einem artesischen Brunnen und mit einem geringen Calcium- und Hydrogencarbonatgehalt garantiert einen vollkommenen Teegenuss.  Aus der Wasserleitung Wem die oben beschriebene Methode zu unpraktisch, aufwändig und schlichtweg teuer ist, nimmt Wasser aus der Leitung.  Bei den hohen Wasserstandards ist dies in Deutschland unbedenklich. Man sollte aber die Wasserhärte in seiner Region bestimmen. Dazu fragt man am besten bei den zuständigen Stadtwerken seines Wohnortes nach. Sie möchten mehr über das richtige Zubereiten von Tee erfahren? Lesen Sie unsere Ratgeberseite "Tee zubereiten".



S

Schwarzer Tee

wird aufgrund seiner Farbe nach dem Brühen auch roter Tee genannt. Er wird gepflückt, unter Belüftung gewelkt und anschließend fermentiert. Dies geschieht bei konstanten 30° Celsius, um die Inhaltsstoffe zu schonen. Hierdurch erhält er eine rauchige Note. Mehr Infos finden Sie in der Rubrik Schwarzer Tee.


Souchong

ist ein Rauchtee. Er wird meist als Beigabe zu anderen Teesorten verwendet, um das Geschmacksaroma rauchiger zu gestalten. Er wird sowohl vor als auch nach der Fermentierung geräuchert, was die Stärke des Aromas ausmacht. Auch zum Kochen wird er verwendet.



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Frischer grüner Tee

Tee-Raritäten direkt aus Chinas Hinterland

Bio-zertifizierte Spitzentees für sensationelle Geschmackserlebnisse München, 05. Mai 2011. Schon Oscar Wilde wusste: „Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob Sie wiederkommen!“ – Dass der Genuss außergewöhnlicher und hochqualitativer grüner und weißer Tees jetzt täglich möglich ist, dafür sorgt ab sofort der neue Online-Shop Teekenner.de. Unter www.teekenner.de werden ausgewählte Besonderheiten, zu denen bis jetzt nur Tee-Connaisseurs Zugang hatten, direkt von kleinen Teefarmen bezogen und zu kompromisslos günstigen Preisen angeboten.   Grüner und weißer Tee direkt aus traditionellen Familienbetrieben Bis vor kurzem gelangte Tee dieser Qualitätsklasse nur selten nach Deutschland. Ob Tee aus jungen Trieben des grünen Mao Jian, aroma-intensiver Tian Mu Quing Ding oder edle Silver Needles, die einst nur Kaisern vorbehalten waren, das streng selektierte Sortiment auf Teekenner.de überrascht selbst Experten unter den Teetrinkern. Von über 100 Tees aus über 30 Plantagen, entschied man sich nach einem langwierigen Auswahl- und Testverfahren für die drei Besten in Bezug auf Geschmack und Reinheit. Da der Tee von Natur aus viele intensive Aromen in sich trägt, wird selbstverständlich auf die Zugabe von Geschmackszusätzen verzichtet.   Strenge Laborkontrollen – auf über 600 Substanzen geprüft In enger Zusammenarbeit mit kleinen handverlesenen Teefarmen, die nach alter Tradition und ökologisch einwandfreien Gesichtspunkten Tee anbauen, werden die streng nach Schadstoffen kontrollierten Sorten, praktisch pestizidfrei und Bio-zertifiziert nach Deutschland importiert.
„Wir mussten feststellen, dass 70% der Tees aus China nicht pestizidfrei sind,“ erklärt Christian Beck, Geschäftsführer der Teekenner GmbH. „Von jeder einzelnen Lieferung, wird eine Probe per Express in die GALAB Laboratories bei Hamburg zur Prüfung geschickt. Ist diese in Ordnung, wird die Gesamtlieferung in Deutschland ein zweites Mal getestet. Für die Ernte aller Sorten der letzten Saison können wir sagen: Pestizide konnten nicht nachgewiesen werden. Alle Laborberichte sind übrigens online abrufbar“, so Beck.
Luxus mit alltagstauglichem Preis Teekenner.de verzichtet auf den Groß- und Zwischenhandel und beschränkt sich nur auf wenige Sorten. „Mein Partner lebt in China und kümmert sich vor Ort mit viel Engagement um die persönliche Beziehung zu den Farmern“, berichtet Beck. Das zahlt sich auch für die Teebauern aus: Ein fairer Preis garantiert auch in Zukunft den Verzicht auf künstliche Dünger und den Einsatz von Pestiziden. Daraus resultieren preisgekrönte Tees zu Kosten, die deutlich unter dem üblichen Handelspreis liegen. Auch die Einsparungen durch einheitliche Großpackungen (250 und 500 Gramm) werden an den Kunden weitergegeben. Daraus ergibt sich für den Konsumenten ein Durchschnittspreis von 10 Cent pro Tasse.


Pu-Erh Tee in Yunnan

Teekenner arbeitet klimaneutral

Teilnahme am Klimaschutzprojekt zur Kompensation unserer CO2 Fußspuren München, 22. November 2011. Teekenner.de sorgt für einen CO²-neutralen Transport seiner Tees nach Deutschland und unterstützt als Ausgleich mit dem Kauf von Emissionszertifikaten ein freiwilliges Klimaschutzprojekt im Kibale Nationalpark in Uganda. Der Transport des Tees von China bis zum Verbraucher in Deutschland ist nicht gänzlich ohne den Ausstoß von Kohlendioxid möglich. Angefangen vom LKW-Transport von den chinesischen Teefarmen zum Hafen in Shanghai, über den Seeweg nach Hamburg bis zur Auslieferung zum Kunden wurde jeder einzelne Schritt von der Klimaschutzberatung climatePartner analysiert. Die daraus errechnete CO²-Bilanz wird durch den Kauf eines Emissionszertifikats neutralisiert. Klimaneutralität bedeutet, dass die durch einen Produktionsprozess entstandene CO²-Emission an einer anderen Stelle eingespart wird, wodurch der Schadstoffausstoß kompensiert wird.
Unser Klimaschutzprojekt im Detail  Unsere CO2-Neutralität erreichen wir durch sogenannte VER (Verified Emission Reduction) Zertifikate, die im Rahmen des Kyoto-Abkommens geschaffen wurden und von Unternehmen in Industrieländern erworben werden können. Unser freiwilliges Klimaschutzprojekt befindet sich im Kibale Nationalpark in dem ostafrikanischen Land Uganda. Bekannt ist dieser Park aufgrund der weltweit höchsten Dichte an freilebenden Schimpansen und zahlreicher anderer Tier- und Pflanzenarten. Leider wird schon seit Jahrzehnten dieser einmalige Lebensraum im Regenwald systematisch durch Brandrodung zerstört für den Anbau von beispielsweise Kaffee erschlossen. Riesige Flächen an Regenwald wurden so bereits vernichtet und damit den dort lebenden Tieren die Lebensgrundlage genommen. Um also einerseits den Erhalt der Artenvielfalt zu garantieren und andererseits ausgestoßenes CO2 durch neue Bäume zu binden, unterstützt Teekenner die örtlichen Wiederaufforstungsarbeiten auf eine Fläche von ca. 10.000 Hektar. Auf diese Weise werden heimische Baumarten gepflanzt, Unterholz aufbereitet und das Gebiet permanent gegen Waldbrand geschützt.  


Grüne Teeblätter beim Welken

Teequalität – Farbe und Form

Teequalität – Tipps für eine gelungene Auswahl vom grünen und weißen Tee Teekenner setzt das Thema der Teequalität und richtigen Auswahl vom grünen und weißen Tee fort und teilt mit allen Teeliebhabern sein Experten-Wissen um die Geheimnisse der Tee-Kunst. Jeder Teetrinker sollte lernen, frischen Tee vom alten, hochwertige Qualität von minderwertiger zu unterscheiden. Teeblätter eines frischen Tees bestechen durch ihre intensive Farbe,  eine nahezu ideale Form und Homogenität und eine feste Struktur. Alte Teeblätter wirken dagegen blass und unterscheiden sich voneinander in ihrer Form und Beschaffenheit. Frischer Tee fühlt sich weich und „lebend“ an. Beim Reiben mit den Fingern oder auf der Hand lässt er sich nicht so einfach zerkrümeln. Alte Teeblätter sind trocken und verwandeln sich schnell in Tee-Pulver.
  Teequalität beim Aufbrühen Beim Aufbrühen gibt frischer grüner Tee rasch ein ausgeprägtes reines Aroma ab. Teeblätter entfalten sich, das zubereitete Teegetränk ist klar und sauber. Als erstes kommt im grünen Tee eine klare Jade-Farbe zum Vorschein, die allmählich feine gelbliche Noten annimmt. Frischer weißer Tee bleibt eher hell und klar. Hochqualitativer grüner oder weißer Tee besitzen einen milden Geschmack, der zum Teil auf die im Tee enthaltenen ätherischen Öle zurückzuführen ist. Dies kann man von einem minderwertigen Tee nicht erwarten. Die Teequalität beeinflusst in großem Maße das Aroma des Teegetränkes in Ihrer Tasse. Beim alten Tee ist es gedämpft, alte Teeblätter wirken welk und schlaff. Der zubereitete Tee hat eine unappetitliche trübe Farbe. Hochwertige Teeblätter zeichnen sich durch einen sichtbaren gezackten Rand aus, Teeblätter geringerer Qualität haben keinen ausgeprägten, gleichgeformten Rand.
  Falls Sie immer noch Zweifel bezüglich der Teequalität des gekauften grünen oder weißen Tee haben, schlagen wir Ihnen folgendes Experiment vor: Nehmen Sie eine Prise guten und minderwertigen Tees und brühen Sie diese zweimal auf. Lassen Sie beide Muster jeweils 10 Minuten ziehen. Danach legen Sie alle Teeblätter auf einen weißen Teller mit etwas Wasser und analysieren Sie ihre Form und Struktur. Blattadern eines guten grünen Tees bilden ein sichtbares netzähnliches Muster. Die Hauptader verläuft direkt zur Blattspitze,  zwei Drittel der Nebenadern gehen zuerst zur Seite, dann bogenartig nach oben und treffen sich mit anderen nach oben verlaufenden Adern. Die Rückseite des Teeblattes kann einen weißen Flaum, wie z.B. beim weißen Tee Silver Needles, aufweisen. Die Zacken am Rande des Teeblattes sind sofort erkennbar, am Ende des Blattes sind sie kaum vorhanden. Tee mit geringerer Qualität hat fast keine sichtbaren Blattadern, Nebenadern ziehen sich direkt zur Spitze hin, die Randzacken sind entweder kaum erkennbar oder zu grob. Und? Wie ist Ihr Ergebnis? Im dritten Teil beschäftigen wir uns mit der Frage, wo wahre Teekenner ihren hochwertigen grünen und weißen Tee kaufen und warum. Genussvolles Teetrinken wünscht das Teekenner-Team!


Grüntee Auslese

Teequalität – wie erkenne ich einen guten grünen Tee?

Woran erkenne ich die Qualität des verkauften Tees? Wie muss ein guter grüner und weißer Tee aussehen, riechen und schmecken? Solche und ähnliche Fragen über die Teequalität sind heutzutage mehr als berechtigt. Zahlreiche Teegeschäfte in Einkaufsstraßen und Onlineshops bieten eine unendliche Anzahl verschiedenster Teesorten aus allen Ecken der Welt. Grüner und weißer Tee sind dabei ein großer und fester Bestandteil im Sortiment jedes seriösen Teehändlers. Da fällt es einem angehenden Teeliebhaber besonders schwer, die Qualität angebotener  Teesorten und Mischungen einzuschätzen. Nicht jeder hat einen geübten und erfahrenen Teekenner an seiner Seite, der ein gutes und bewährtes Teegeschäft empfehlen kann.       Es gibt drei wichtige äußerliche Kriterien eines hochwertigen grünen Tees:     Frische (intensives aber gleichzeitig feines, auf keinen Fall schweres  Aroma und natürliche, nicht zu trübe oder intensive grüne Teeblattfarbe. Edler weißer Tee, wie z.B. Silver Needles, hat neben grüner Farbe einen feinen weißen Flaum.)     Naturbelassenheit (ohne jegliche Zusätze, wie Aroma- oder Farbstoffe)     Ganzes Blatt (kein Pulver o. ä.)     Homogenität der Teeblätter (Teeblätter in gleicher Farbe und Größe) Bei Teeverkostung spielen folgende geschmackliche Eigenschaften des grünen Tees eine entscheidende Rolle:     Intensives, natürliches Aroma bei Teezubereitung, das in leeren warmen Teetassen noch eine Weile leicht wahrnehmbar ist.     Vielfältigkeit im entstandenen Aroma (verschiedene natürliche Blumen-, Frucht-, Nuss-, Honig- etc. Noten, je nach Teesorte)     Intensiver, eine Zeitlang anhaltender Abgang     Fähigkeit, mehrmals aufgegossen zu werden. In traditioneller chinesischer Teezeremonie wird der grüne Tee mindestens fünfmal aufgegossen,     Positiver, wohltuender Einfluss  auf die Gesundheit     Entspannungseffekt oder Energiezufluss, ja nach Teesorte und individueller  Wahrnehmung Im zweiten Teil verraten wir, wie man bereits beim Kochen guten grünen Tee vom schlechten unterscheiden kann und warum es sinnvoller ist, hochwertigen Tee bei Teespezialisten in kleinen Teegeschäften als von großen bekannten Marken in Supermärkten zu kaufen. Genussvolles Teetrinken wünscht das Teekenner-Team!



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Christos von Kamvounia

Von griechischen Bergtee-Bauern und Braunbären

Wildes Griechenland - wo der Sideritis Bergtee wächst Nach 2.000 Kilometern Fahrstrecke und sieben Tagen Fahrzeit entlang der Balkanroute erreichen wir die griechische Grenze. Wir überqueren die Grenze nach Griechenland von Albanien auf einer wohl eher ungewöhnlichen Route und werden sogleich mit einem wahren Naturparadies belohnt - dem Prespa-See. Hier zeigt sich Griechenland von seiner wilden, einsamen Seite – wir bestaunen vorbeifliegende Pelikane an verlassenen, schneeweißen Kieselsteinstränden und genießen die unendliche Ruhe des Sees. Nur alle paar Stunden kommt ein Fischer in seinem kleinen Boot vorbei und winkt uns freundlich aus der Ferne zu. Abends liegen wir im Zelt und fürchten uns vor den Braunbären, die hier wieder durch die Wälder streifen, dank der Wiederansiedlung durch den Menschen. Der Prespa-See ist ein Ort von grenzenloser Stille, von dem man nicht glaubt, dass er existiert, mitten in Europa.
  Der griechische Bergtee und seine Unterarten Am nächsten Tag fahren wir in die West-Makkedonische Talebene bei Florinas. Wir sind mit dem Teebauern Alexiadis verabredet, der hier seit 8 Jahren griechischen Bergtee an den Hängen des Berges Korona anbaut. Die Familie empfängt uns wohlwollend. Gäste aus Deutschland kommen hier so gut wie nie vorbei – der Handel läuft über griechische Zwischenhändler, die den Produzenten die Ware in großen Mengen abkaufen. Alexiadis zeigt uns seine gepflegten Felder und die kleinen Lagerhallen, in denen 10 Tonnen griechischer Bergtee lagern. Die Jahresproduktion von Alexiadis, die seine Familie ein Jahr lang ernähren wird. Beim gemeinsamen Abendessen lernen wir mehr über die Bergtee-Pflanzen, Ihre Unterarten und den Bio-Anbau. Es gibt drei signifikante Unterarten, die von verschiedenen griechischen Bergregionen stammen: Sideritis Scardica vom Berg Olymp Sideritis Raeseri vom Parnass Gebirge Sideritis Clandestina vom Peloponnes
Finger weg von wildem Sideritis-Bergtee! Man kann die Pflanzen dort auch heute noch wildwachsend finden. Wilder Bergtee wird gerne als besondere Rarität verkauft – allerdings ist das Pflücken heute in Griechenland verboten und das zu Recht nach dem die Pflanzen fast ausgestorben waren. Dank des Verbots konnte sich die der Bestand wieder einigermaßen erholen und man findet sie noch, an verborgenen Plätzen in den hohen griechischen Bergen.
  Ein Ex Bank-Manager baut Bergtee an - zu Besuch bei Christos in den Bergen von Kamvounia Am nächsten Tag sind wir mit Christos verabredet, ein pfiffiger, liebenswürdiger Kerl. Christos hat noch vor fünf Jahren als Manager in einer griechischen Bank gearbeitet. Bis die Finanzkrise kam und Christos andere Wege einschlug. Er kehrte zurück in das Dorf seiner Kindheit und kaufte verwildertes Land in den Bergen von Kamvounia, baute Zäune um die Felder, jätete Unkraut bis zum Umfallen und baute zwei Trocknungshallen. Christos setzt auf Qualität – die Scardica-Pflanzen gedeihen hervorragend in den Kamvounia-Bergen. 100% Bio-Qualität versichert uns Christos – er verwendet keine künstlichen Düngemittel und keine Pestizide. Aber das wichtigste, so Christos, er verzichtet komplett auf künstliche Bewässerung, denn erst im trockenen, regenlosen griechischen Sommer gedeiht das komplexe Aroma der Sideritis-Pflanze in Gänze. Christos zeigt uns die Tische an denen die Pflanzen per Hand aussortiert, geschnitten und verpackt werden: „Das hier ist mein neues Büro“, sagt Christos scherzhaft. Er zeigt uns seine Lagerhallen mit dem getrockneten, säuberlich verpacktem Bergtee. Es ist dunkel, denn Bergtee mag kein Licht, sonst geht es mit dem Aroma bergab und die grünen Rispen verfärben sich gelblich. „Schau her, ich bin reich! Reich an Kräutern!“, sagt Christos mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Christos tut alles dafür, um am Markt Fuß zu fassen: Laboranalysen bestätigen die einwandfreie Bio-Qualität. Sogar den Gehalt an ätherischen Ölen hat er für seine Bergtees analysieren lassen und tatsächlich, der Gehalt ist außerordentlich hoch. Beim Great Taste Award hat er 2018 einen Stern für seine hervorragende Qualität gewonnen. Ein wenig wehmütig, dass es nur einer war, denn die Jury hatte ihre Aufmerksamkeit mehr den weltbekannten, asiatischen Tees geschenkt.
  Ein junges Paar rekultiviert das Erbe der Großeltern Mit mehreren Tüten Bergtee und Oregano verabschieden wir uns von Christos und fahren weiter in das kleine Bergdorf Metamorfosi, wo wir uns mit Panos' Vater treffen. Panos ist, genauso wie sein Vater, hier geboren und aufgewachsen und arbeitet heute als Lehrer in einer nahe gelegenen Schule. Ruhig ist es im Dorf. Die Häuser sind gepflegt und die Gärten voll mit Wein, Tomaten- und Gurkenpflanzen. Ab und zu ein prächtiger Feigenbaum. Und in der Mitte des Dorfes verbreitet die orthodoxe Kirche aus dem 18. Jahrhundert ein wenig mittelalterliches Flair. Viele junge Menschen verlassen das Dorf und suchen Arbeit in den großen Städten Athen und Thessaloniki oder gehen gar ins Ausland.

Hinter dem Dorf beginnt wildes Bergland – mit dem Geländewagen fahren wir in Schrittgeschwindigkeit auf steinigen Wegen auf ca. 1.000 Meter Meereshöhe. Auf einer kleinen Hochebene liegen drei Felder, vielleicht so groß wie die Fläche eines Schwimmbades. Die Rote Erde auf den Feldern leuchtet kräftig in der brennenden Mittagssonne, eingerahmt von beeindruckender Berglandschaft. Die Erde wird auch Terra Rossa genannt und ist besonders wertvoll für den Anbau eines hervorragenden Sideritis-Bergtees. Panos' Tante begleitet uns, Sie hat viele Jahre in Deutschland gearbeitet und ist nun mit Ihrem Mann zurückgekehrt, um Ihre letzten Lebensjahre hier in Ihrem geliebten Heimatdorf zu verbringen. „Siehst du“, sagt Sie, „diese Felder haben noch vor 50 Jahren das ganze Dorf ernährt. Wir haben hier alles angebaut, was wir zum Leben brauchten“. Dann kamen andere Zeiten und die Felder lagen jahrzehntelang brach und verwilderten. Verwildertes Land wird zurückerobert Schließlich wagte vor nur zwei Jahren Panos mit seiner Frau Vagia einen mutigen Schritt und begann die Felder zu säubern und pflanzte in seiner Feierabendzeit zusammen mit Vagia in harter Arbeit die Bergtee-Pflanzen an. Jetzt, im zweiten Jahr, hat er bereits eine beachtliche Ernte – doch Tonnen geben die kleinen Felder freilich nicht her. Es sind kleine Mengen von 100 bis 200 Kilo Bergtee jährlich, den Panos in außergewöhnlicher Qualität mit viel Liebe zum Detail produziert. Die Pflanzen sehen sehr gesund und kräftig aus. Auch Panos verzichtet auf die Bewässerung und jede Form von Chemie. Der Bio-Anbau von Lavendel, so Panos, ist leicht, Oregano schon schwieriger, der Bergtee aber sei die Königsdisziplin.

Für die Ernte stehen nur wenige Tage im Mai und Juni zur Verfügung –  beim richtigen Erntezeitpunkt müssen die Blüten bereits vereinzelt sichtbar sein, sie dürfen aber noch nicht die ganze Rispe verzieren, sonst verliert der Bergtee nach der Ernte schnell seine frische, grüne Farbe und wird gelb. Schließlich dürfen wir noch die griechische Gastfreundschaft in vollen Zügen genießen, lauschen noch zu allerlei Dorfgeschichten und verabschieden uns mit mehreren Kilo Bergtee und zwei Flaschen selbstgebranntem Schnaps.

Wir nehmen den Weg durch die Berge und fahren auf steinigen Straßen im Vierradantrieb die Bergtäler hinauf. Vorbei an Ziegenherden, verfallenen Steinhütten und kleinen, gepflegten orthodoxen Kirchlein finden wir schließlich einen schönen Schlafplatz mit Sicht über die Berglandschaft bis zum Olymp. Und fragen uns, wo wohl der Bär steckt, der einmal Panos' Bergtee-Feld verwüstet hat. Erfahren Sie mehr über unsere neuen Sideritis Bergtee-Produzenten und lesen Sie das Interview mit Panos und Vagia.   Wir wünschen genussvolles Teetrinken! Christian Beck



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Weißer Tee

ist eine besondere Art Tee. Hierfür werden lediglich die ungeöffneten Knospen der Teesträucher verwendet. Diese werden gepflückt und unter Belüftung gewelkt. Es handelt sich um einen sogenannten empfindlichen Tee, weswegen kein zu heißes Wasser beim Aufgießen verwendet werden darf. Mehr Informationen finden Sie in der Rubrik Weißer Tee.