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Emperor Qianlong

Die Legende vom gereiften Shu Pu-Erh Tee

Die Stadt Pu’Er – antikes Handelszentrum für Pu-Erh Tee Südlich des malerischen Wu Liang-Gebirges 无量山 gelegen an den Ufern des Flusses Lin Cang 普洱临沧, befindet sich auch heute noch die quirlige Handelsstadt Pu'er. Die meiste Zeit des Jahres umzingeln Nebel und Wolken die Stadt. Sie ist seit der Antike für ihr reichhaltiges Angebot an landwirtschaftlichen Produkten bekannt. Dabei trägt die Stadt Pu’Er ihren Namen erst seit dem 21. Januar 2007. Davor hieß sie nämlich Simao (思茅市, Sīmáo Shì). Als Handelszentrum und Ursprungregion des weltberühmten Pu Erh Tees hat man sich in China dazu entschieden sie umzubenennen.
  Der Tee-Lieferant des Kaisers namens „Pu“ Während der Qian Long-Periode (1735 – 1796) in der Qing-Dynastie wurde ein lokal bekannter Teehändler namens Pu ernannt, dem Kaiser Qian Long Tee als Tribut zu liefern. In einem Jahr wurde die Familie Pu erneut gebeten, diese Ehre zu erfüllen. Aber der alte Herr Pu war krank. Daher übernahm sein einziger Sohn die Aufgabe, den Tee zusammen mit dem örtlichen Regierungsbeamten, Herrn Lou, nach Peking zu liefern.
  Die Entdeckung des gereiften Shu Pu-Erh Tees geht auf ein großes Missgeschick zurück. Bereits hinter dem Zeitplan stürzte sich der junge Pu mit seiner mangelnden Erfahrung in die Trocknungsräume. Er presste den Maocha in Kuchenform. Aber leider waren die Blätter noch nicht vollständig getrocknet, als er seine Reise nach Peking antrat.
Nach einer 18-tägigen Wanderung erreichten sie Kunming. Sie setzten Ihre Reise nach Peking fort, was normalerweise drei Monate dauert. Immer noch im Zeitplan wurden sie von der heißen und feuchten Regensaison erwischt, was die Straßenbedingungen noch schlimmer machte.
Nach ca. 100 Tagen Fußmarsch erreichten der junge Pu und Lou Peking. Sie suchten sich wie gewohnt eine Unterkunft für die Nacht. Der Hotelbesitzer war von sehr neugieriger Natur. Er entlockte den beiden die Hintergründe ihrer ehrwürdigen Mission und bat auch um einen der gepressten Teekuchen. Später am Tag schnitt er ein kleines Stück Tee ab und als er das heiße Wasser in den Tee goss, wurde der Teeaufguss dunkelrot und leuchtend. Nachdem er den Tee gekostet hatte, fühlte er sich sehr wohl und bemerkte den besonders guten Geschmack. Am Anfang ein bisschen Bitterkeit, gefolgt von einem süßen Nachgeschmack. Er habe noch nie einen solchen Geschmack im Tee erlebt. Er dachte, dass dieses wunderbare Geschmacksbild der Grund sein müsse, warum dieser Tee an den Kaiser Qian Long geliefert wird. Unterdessen ruhten sich der junge Pu und Lou aus. Sie waren nicht in der Stimmung, Peking zu erkunden. Am nächsten Tag öffnete der junge Pu einen Teekuchen und geriet in Panik: Die Farbe des Teekuchens hatte sich von grünen zu braunen Tönen verändert. Verzweifelt dachte er: "Ich habe den Tee für den Kaiser zerstört! Jetzt wird meine ganze Familie und die nachfolgenden Generationen leiden müssen." Je mehr er dachte, desto mehr Angst hatte er. Schließlich entschied er sich, Selbstmord zu begehen; Auf diese Weise kann er zumindest seine letzte Würde behalten. Als er sich aufhängte, kam Lou und rettete ihn. Nachdem Lou den Kuchen sah, verstand er Pu und wollte sich nun auch umbringen. In diesem Moment fand sie der Hotelbesitzer und fragte: "Warum seid Ihr Leute aus Yunnan so seltsam? Ihr habt diesen Tee Tausende von Kilometern transportiert, und jetzt habt Ihr dem Kaiser noch nicht einmal den Tee überreicht und schon wollt Ihr Selbstmord begehen? Das ist wirklich verrückt. "
Lou antwortete: "Sie verstehen das nicht. Wir haben den Tee des Kaisers zerstört, früher oder später werden wir getötet."
"Wie kommt es? Der Tee ist wirklich lecker. Probiert ihn selbst!" Sagte der Besitzer und bot eine Tasse Tee an.
 
Pu und Lou probierten den dunkelroten Aufguss und fühlten sich sofort entspannt. Sie nahmen einen köstlich bittersüßen Geschmack wahr, den sie noch nicht kannten. Sie fassten wieder Mut und dachten: "Wenn wir den Tee nicht liefern, werden wir auch getötet. Morgen werden wir diesen Tee dem Kaiser Qian Long liefern."
Wie reagierte der Kaiser auf den unbekannten Shu Pu-erh Tee? Der Kaiser ist ein erfahrener Teetrinker und kann unterscheiden, welches Wasser für die Zubereitung von Tee geeignet ist und welcher Tee als gut angesehen werden kann. Zu den Tribut-Tees des Kaisers gehören die besten Tees Chinas: Long Jing Drachenbrunnentee, Mao Jian vom gelben Berg, der Liu'an Gua Pian, der Dong Ting Bi Luo Chun und viele mehr. Alle diese Tees haben schöne Blattknospen mit einem Blatt sowie eine klare jadegrüne Aufgussfarbe. Qian Long inspiziert alle Aufgussfarben und kann sich nicht für einen Favoriten entscheiden. Dann sah er die leuchtend rote Tasse Pu-Erh Tee, die ihn an das besondere Mondlicht in einigen Herbstnächten erinnert.
Er bat seinen Diener, diesen Tee für ihn zu trinken, nachdem er einen ersten Schluck getrunken hatte, nahm er sofort das wunderbare Aroma wahr, dass sein Herz erwärmte. Er fragte: "Was ist das für ein Tee? Wie kann der Geschmack so lecker sein?"
In diesem Moment war Herr Luo zu nervös, um zu antworten, der Diener half und erzählte von seiner Herkunft. Nach mehreren Tassen mit Untergebenen und ihren positiven Kommentaren sollten die jungen Pu und Luo diesen Tee ab jetzt jedes Jahr liefern.
Überglücklich verließen Pu und Luo den Palast. Sie nahmen den Rest des Tee-Kuchens aus ihrer Unterkunft und gingen zurück nach Pu'er.
Von diesem Jahr an wurde es im Palast zur Gewohnheit, im Winter Shu Pu-Erh und im Sommer grünen Tee zu trinken.   Das Teekenner-Team wünscht genussvolles Teetrinken! window.dojoRequire(["mojo/signup-forms/Loader"], function(L) { L.start({"baseUrl":"mc.us8.list-manage.com","uuid":"78e93a5d15fa01c7f73bc9199","lid":"a6c84b3e39","uniqueMethods":true}) })


Doppelwirkung von Tee

werden die unterschiedlichen Wirkungen des Teegenusses genannt. Grün- und Schwarztee enthalten Koffein. Durch das Lösen des Koffeins im Wasser hat der Tee nach einer kurzen Brühzeit eine anregende Wirkung. Nach einer längeren Brühzeit sinkt die anregende Wirkung des Koffeins und der Tee wirkt beruhigend.



E

Earl Grey

ist ursprünglich ein aromatisierter Schwarztee. Dieser wird mit Öl der Bergamotte-Frucht versetzt und erhält dadurch eine Zitrusnote. In günstigen Teevarianten handelt es sich meist um künstliche Aromen, die beigesetzt werden. Er stellt die älteste Sorte der aromatisierten Tees dar.


Griechische Bergtee-Produzenten Panos & Vagia

Ein junges Paar kultiviert griechischen Bergtee

Im Gespräch mit Panos und Vagia, die bereits seit 2 Jahren griechischen Bergtee anbauen. Wir haben Sie im Sommer 2018 in Ihrem Heimatdorf Metamorfosi in Nordgriechenland besucht. Ein spannender Erlebnisbericht zu unserer Tee-Reise nach Griechenland erwartet Sie in dem Artikel "von Braunbären und griechischen Bergteebauern". Alle griechischen Bergtees von Panos und Vagia finden Sie im Online Shop unter der Kategorie Kräuter.   Interview von Christian Beck, Teekenner   Mit Panos & Vagia bei der Bergtee-Ernte in den Vourinos-Bergen. Teekenner: Wie kam Euch die Idee Sideritis Bergtee anzubauen?

Panos & Vagia: Die Idee hatte meine Frau. Sie hat an der Aristoteles Universität in Thessaloniki Agrarökonomie studiert und las Studien über die positiven Effekte der Sideritis-Pflanze. Sie war vor allem von der Studie der Ghenian Universität beeindruckt – diese Studie zeigt die zahlreichen positiven Effekte gegen Alzheimer. Außerdem hat meine Familie bereits in mehreren Generationen Sideritis angebaut. Also entschieden wir uns, es zu versuchen.

Welche Geschichte haben die alten Felder hinter Eurem Bergdorf und was wurde in den vorherigen Generationen dort angebaut?

Viele Jahre zuvor wurden hier Weizen, Mais und Bohnen angebaut. Die Felder haben die Generation meiner Großeltern und das ganze Dorf mit Lebensmitteln versorgt. Später wurden die Felder aufgegeben und verwilderten. Zuletzt kultivierte mein Großvater Sideritis-Tee im Jahr 2000 und wir begannen im Jahr 2015 erneut, die Felder zu säubern und griechischen Bergtee anzubauen.

Könnt Ihr uns mehr zur Geschichte des Bergtees in Eurem Dorf erzählen?

Mein Dorf hat eine lange Geschichte im Sideritis-Anbau. Zwei Bergdörfer begannen den sonst nur wild-wachsenden Sideritis-Bergtee erstmalig auf Feldern zu kultivieren. Mein Dorf war eines davon. Wir sind typischerweise Teefarmer der vierten Generation, wobei es im Laufe der Jahrzehnte immer wieder Unterbrechungen im Anbau gab. Meine Großmutter begann mit der Kultivierung des griechischen Bergtees in den 1960er Jahren. Sie hat uns auch beigebracht, wie man den Bergtee richtig anbaut.

Was war Euer bester Moment, was war der Härteste?

Der beste Moment war, als wir die das erste Mal mit der Ernte begannen. Der härteste Moment war einige Wochen später als wir fast mit der Ernte fertig waren und es dann 15 Tage lang immer wieder regnete. Der Bergtee konnte nicht trocknen und ein großer Teil der Ernte war zerstört. Das Erntegut wird in speziellen Trocknungsräumen unter natürlichen Bedingungen getrocknet.

Wie organisiert Ihr Euch zu Erntezeit?

Wenn die Pflanzen stellenweise zu blühen beginnen, ist der optimale Erntezeitpunkt für die Rispenstängel der Sideritis-Pflanze. Jede Pflanze hat Ihren optimalen Blütestand zu einem etwas unterschiedlichen Zeitpunkt, d.h. wir müssen über mehrere Wochen ernten. Die Ernte erfolgt per Sichel mit der Hand. Aber auch das Trocknen und Abpacken ist Handarbeit. Das bedeutet viel Arbeit, d.h. die ganze Familie hilft mit und wir verbringen viele Stunden auf den Feldern.

Wann wird der griechische Bergtee geerntet?

Die Ernte beginnt Ende Mai und dauert bis weit in den Juni. Je nach Witterungsbedingungen beginnt die Ernte in einem Jahr früher und in einem anderen Jahr später.

Euer Bergtee ist wirklich herausragend gut – was ist das Geheimnis?

Es gibt kein Geheimnis – wie du selbst gesehen hast liegen unsere Felder auf ca. 1.000 Metern Meereshöhe in den Vourinos-Bergen (Naturpark Natura 2000). Die Höhenlage ist für qualitativ hochwertigen Bergtee entscheidend. Außerdem ist das Mikroklima der Gegend ideal – d.h. trockene Sommer mit viel Sonne und regenreiche Winter. Unsere Arbeit machen wir mit dem notwendigen Respekt vor der Natur. Wir ernten zum richtigen Zeitpunkt und wir trocknen und lagern den Bergtee nach allen Regeln der Kunst, wie es uns meine Großmutter beigebracht hat.

Was bedeutet für Euch der Bio-Anbau?

„Bio“ bedeutet du bekommst ein pures und gesundes Naturprodukt von uns. Das ist uns besonders wichtig, wir haben die Felder von meinen Eltern bekommen und wir werden sie an unsere Kinder weitergeben.

Worin liegt der Unterschied im Geschmack zwischen den Sideritis-Sorten Raeseri und Scardica?

Der Sideritis Raeseri hat Zitrusnoten, der Scardica schmeckt dagegen würziger.

Trinkt Ihr Euren griechischen Bergtee auch selbst? In welchen Momenten?

Wir können uns glücklich schätzen, denn wir können den ganzen Tag Tee trinken und das tun wir auch. Es gibt keine speziellen Momente. Besonders im Sommer haben wir immer eine Flasche Bergtee im Kühlschrank – der Tee ist ein fantastisches Erfrischungsgetränk.

Habt Ihr noch Tips für die Zubereitung?

Man muss kein kochendes Wasser verwenden. Wir verwenden eine Glasteekanne oder leere Teebeutel, füllen sie mit Bergtee und übergießen den Tee mit ca. 90-95° heißem Wasser und lassen ihn ca. 4-5 Minuten ziehen. Der Tee ist gut, so lange die Farbe nicht zu dunkel ist. Man kann die Teeblüten auch mit heißem Wasser kurz waschen, d.h. der erste Aufguss wird nach wenigen Sekunden weggeschüttet. Das muss man aber nicht machen. Wer mag kann auch ein wenig Zitrone beigeben und den Tee mit etwas Honig süßen. Im Kühlschrank ist ein Aufguss auch längere Zeit haltbar und man hat ein tolles Erfrischungsgetränk.

Was sind Eure Pläne für die Zukunft?

Wir möchten auch zukünftig die beste Menge an qualitativ hochwertigem griechischem Bergtee (Sideritis) produzieren und den Tee weiteren Menschen zugänglich machen. Außerdem möchten wir versuchen Oregano, kretischen Diptam und Schlüsselblumen anzubauen.     Wir wünschen genussvolles Teetrinken! Christian Beck


Oolong-Tee Ernte im Wuyi Gebirge

Eine Reise zu den Oolong Teegärten im Wuyi Gebirge

Ein weiter Weg, der sich immer lohnt Der Besuch ins Wuyi Gebirge ist jedes Jahr ein ganz besonderes Ereignis, nicht nur auf Grund des herzhaften Shui Xian Felsentees und der eindrücklichen Landschaft (UNESCO), sondern wegen meiner Gastfamilie, bei der ich seit nun vier Jahren freudestrahlend aufgenommen werde. Es ist bereits späterer Abend, entgegen des chinaweit üblichen 6 Uhr Abendessens, warten alle auf mich mit dem gemeinsamen Essen. Verwundert bemerke ich, dass heute neben dem Gastfamilienvater ein weiterer gleichalter Herr sitzt. Die Tochter hat nun geheiratet und mit ihrem Schwiegervater trinke ich sogleich eine Tasse Shui Xian Oolong Tee aus dem eigenen Garten.
  Künstlerisch angelegte Oolong Teegärten zwischen Sandsteinfelsen Nach einer kurzen aber erholsamen Nacht, mache ich mich auf in die Teegärten, die meist auf Sandsteinfelsen oder zwischen jenen in Schluchten liegen. Glücklicherweise hat es heute keine 30 Grad und schnell komme ich abseits der künstlich angelegten Touristenwegen auf den kleinen Pfaden der Teepflücker ans Ziel. Es überrascht mich jedes Jahr aufs Neue wie ruhig und einsam das Wuyi Gebirge trotz seiner Millionen Besucher sein kann, auch während der Maifeiertage, die in China als Haupturlaubstage gelten.
Fröhliche Teepflückerinnen schwatzend bei der Arbeit Vorbei an teils geernteten Oolong-Teegärten, neben dem sanften Rauschen eines kleinen Bach höre ich erste Teepflueckerinnen laut schwatzend bei der Ernte. Als sie mich sehen verstummt die Situation und verdutzte Blicke kommen mir entgegen. Ein Tourist, ein ausländischer noch dazu, allein durchs Wuyi Gebirge, dass kommt nicht alle Tage vor, erzählen sie mir, ich bins gewohnt. Ich bitte um Erlaubnis ein paar Bilder zu machen „Bu kan, bu kan – nicht huebsch“ verstehe ich. Während eines kurzen Abstiegs, lerne ich was es mit Arbeitsteilung auf sich hat. Mann überlässt der Frau das Pfücken und übernimmt selbst den körperlich anstrengenderen und nicht ungefährlichen Transport der Ernte ins Dorf vor. Bei einer späteren Begegnung konnte ich den Teetransport einfangen. Mittlerweile habe ich die Touristenroute gequeert und bin auf einem Hochplateau angekommen. Ein einmaliges Panorama tut sich auf, ich verweile ein wenig und treffe eine kleine Gruppe Pflückerinnen. Ich erfahre, dass ihre Kinder lieber in der Stadt arbeiten wollen. Das kann ich bei gegebener Landschaft nicht wirklich verstehen. Am Abend habe ich dann noch die kleine Teefabrik besucht, bei der Teekenner seinen Tee bezieht. Dies und welche Teesorten im Detail hier im Wuyi Gebirge angebaut werden, berichte ich im nächsten Teil vom Felsentee aus dem Wuyi Gebirge.   Wir wünschen genussvolles Teetrinken! Michael Ellenrieder  


English Blend

ist eine Mischung der Teesorten Darjeeling, Assam und Ceylon. Dieser Tee wurde oft als Getränk zum englischen Frühstück gereicht. Er ist dafür geeignet Milch und Zucker hinzu zu geben.


Wilder Camellia Taliensis Teebaum

Expedition zu Chinas letzten wilden Teebäumen

Die ältesten Camellia Taliensis Teebäume sind weit über 1.000 Jahre alt. Im April 2018 haben wir ein kleine Expedition zu Chinas letzten wilden Teebäumen unternommen. Im Menglian-Gebirge im Südwesten der Provinz Yunnan findet man noch ein paar wenige Teebäume der Unterart Camellia Taliensis. Diese wilden Teebäume wachsen im tiefen Bergwald zwischen 1.000 und 2.500 Metern Höhe. Die Unterart Camellia Taliensis ist vom Aussterben bedroht und auf der roten Liste der IUCN für Artenschutz.       Es ging mit dem Motorrad über die Grenze nach Myanmar und anschließend mehrere Stunden zu Fuß durch dichten Urwald bis wir schließlich die ersten wilden Teebäume entdeckt haben. Die ältesten Exemplare sind hier weit über 1.000 Jahre alt, 15 bis 20 Meter hoch und haben eine Stammdicke von einem halben Meter Durchmesser. Das Pflücken der wilden Taliensis Teeblätter ist strengstens verboten. Trotzdem wird immer wieder illegal geplfückt. Zum Glück wurden in den letzten Jahrunderten viele Ableger gezogen. Diese Ableger findet man vereinzelt auf den Feldern der Bergdörfer im Menglian. Aus diesen halbwilden Taliensis-Teebäumen wird auch heute noch einer der besten Pu-Erh Tees hergestellt. Von diesen Ablegern stammt auch unser Camellia Taliensis Sheng Pu-Erh Tee.    



F

Einsatzplanung

Fair Trade Tee - wie fair ist unser Tee wirklich?

Der Arbeitstag einer Teepflückerin Chen Lu ist heute früh aufgestanden – es wird ein harter Tag. Der weiße Tee ist ausgetrieben und muss innerhalb weniger Tage geerntet werden. Chen Lu ist eine von ca. 50 TeepflückerInnen, die heute im Bio Teegarten von Wenshan bei Fuding Ihre Arbeit verrichten werden. Chen Lu verdient 45 USD pro Tag. Sie ist eine hochgradig qualifizierte Teepflückerin, die sich unter anderem auf den biologisch angebauten weißen Tee und diverse Oolong Tee Sorten spezialisiert hat. Ihr Arbeitgeber stellt Ihr zusätzlich eine solide Unterkunft, sorgt für ausreichend Mahlzeiten und zahlt sogar 2x pro Saison die Zugtickets in Ihr Heimatdorf. Chen Lu arbeitet nicht nur als Teepflückerin, sondern wird in den nächsten Tagen auch bei der Trocknung, Auslese und Verarbeitung des Tees mitarbeiten. Dabei ist stets absolute Präzision gefragt. Es dürfen nur ganz jung ausgetriebene Spitzen mit einer exakten Größe von max. 2cm verarbeitet werden. Die Trocknungszeiten und Temperaturen sind minutiös einzuhalten, sonst steht die Ernte auf dem Spiel. In der Ernte-Saison verdient Chen Lu bis zu 800 € im Monat. Ein chinesischer Universitätsabsolvent startet seine berufliche Laufbahn dagegen mit einem Durchschnittsgehalt von ca. 500 €. Allerdings sind Chen Lu‘s Einkunftsmöglichkeiten bei der Teeernte saisonal beschränkt. Die Wintermonate verbringt Sie in Ihrem Heimatdorf. In dieser Zeit lebt sie von Ihrem Ersparten und von selbstangebauten Erzeugnissen aus Ihrem Obst- und Gemüsegarten.   Chinas Wachstum sorgt für fairere Arbeitsbedingungen Der schnelle Fortschritt Chinas hat die Löhne in nahezu allen Wirtschaftsbereichen über die letzten Jahre rapide ansteigen lassen. Die Teebauern in China haben Schwierigkeiten ausreichend TeepflückerInnen für die Teeernte zu finden. Der Job gilt vielen Chinesen als nicht mehr attraktiv, sie empfinden das Arbeiten an der frischen Luft als nicht mehr zeitgemäß. Die jungen Chinesen zieht es in die Städte. Sie suchen Ihr Glück in der dort angesiedelten Industrie. Dabei ist insbesondere bei der Teeernte und Teeverarbeitung von höherwertigen Teesorten sehr viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung gefragt. Die zahlreichen chinesischen Teebauern suchen Ihren Absatz mehr und mehr in den hochwertigen Teesorten. Vielfalt und Premium ist Trumpf. Das kommt auch den TeepflückerInnen zu Gute. Ihre Löhne sind in den letzten Jahren kräftig angestiegen. Tatsächlich verdienen erfahrene TeepfückerInnen in China und Taiwan ein Vielfaches gegenüber Ihren Kolleginnen in der übrigen Landwirtschaft. Dies hat sich erheblich auf die Teepreise ausgewirkt. Insbesondere die handarbeitsintensiven Teesorten – und dass sind fast alle höherwertigen Teesorten – haben sich erheblich verteuert. Unsere Einkaufspreise des weißen Tees haben sich beispielsweise in den letzten fünf Jahren verdreifacht. Ganz anders und leider nicht so rosig sieht die Welt dagegen auf den großen Teeplantagen in z.B. Indien, Sri Lanka und Afrika aus. In diesen Regionen herrschen große Teeplantagen und Oligopole vor. Die Wirtschaft in diesen Anbauregionen ist häufig nur schwach entwickelt. Den TeepflückerInnen stehen nur wenige Alternativen zur Verfügung. Die Arbeitsbedingungen sind häufig sehr schlecht. Die Vergütung liegt hier je nach Anbauregion zwischen 1-3 Euro pro Tag.   Wie Fair ist Fair Trade Tee? Aus diesen armen Gegenden gibt es eine Reihe von Fair Trade Tee Projekten, die einen Beitrag zu besseren Arbeitsbedingungen leisten. Es gibt zwei weltweit aktive Dachorganisationen, die die Regeln für Fair Trade vorschreiben: FLO (Fair Labour Organisation) und WFTO (World Fair Trade Organisation). Die Grundsätze der Fair Trade Organisationen sind zwar etwas unterschiedlich, lassen sich aber im Wesentlichen auf die folgenden Aspekte subsummieren: Die Löhne müssen mindestens so hoch sein, wie branchenübliche Tariflöhne oder gesetzliche Mindestlöhne Liegen diese Vorgaben unterhalb existenzsichernder Löhne, müssen jährliche Lohnerhöhungen gewährleistet werden. Keine Kinderarbeit, das Mindestalter ist 15 (FLO) bzw. 17 Jahre (WFTO) Aus den Verkaufserlösen wird eine Fair Trade Tee Prämie gebildet, aus der allgemeinnützige Projekte für die Belegschaft finanziert werden Einige Fair Trade Betreiber gewährleisten weitere Benefits wie z.B. langfristige Beschäftigungsverhältnisse und Einzahlungen in Rentenfonds und Zugang zu Bildung Leider finden sich nirgendswo Definitionen, was genau unter einem existenzsichernden Lohn zu verstehen ist. Die gesetzlichen Mindestlöhne in Indien, Sri Lanka und den afrikanischen Ländern werden unserem westlichen Verständnis nach fairem Handel sicherlich nicht gerecht. In Indien liegt dieser beispielweise bei gerade mal 1 € pro Tag. Praktisch liegen die Löhne für die TeepflückerInnen auf den Fair Trade Teeplantagen kaum höher als bei ihren Nicht-Fair-Trade-Tee-KollegInnen. Fazit: Höherwertiger Tee ist von Haus aus fairer gehandelt als Billig- und Massenware. Die höher entwickelten Anbauländer wie China, Taiwan und Japan bieten deutlich fairere Arbeitsbedingungen. Allerdings sind gerade die strukturschwachen Länder auf unsere Einkäufe angewiesen. Bei den Fair Trade Tee Programmen heißt es genauer hinsehen, hinterfragen und nicht blind vertrauen!   Genussvolles Teetrinken wünscht das Teekenner-Team! Christian Beck


Feinschnitt

ist die Zerkleinerung von Blüten, Wurzeln, Früchten, Blättern u.a. zu kleineren Teilen in Millimetergröße. Diese Verarbeitung wird meist in der Herstellung von Teebeuteln verwendet, um die Aromaträger auf möglichst kleinem Raum verteilen zu können.


Fermentation

wird bei der Herstellung von Schwarztee angewandt. Die Teeblätter werden bei hoher Luftfeuchtigkeit gelagert. Hierbei entsteht eine Oxidationsprozess durch den sich die Farbe der Blätter in braun oder ein dunkles Rot ändert. Das typische Aroma des Schwarztees entsteht auf diese Weise.