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Teekenner Service

Teelexikon

Mate

ist ein Aufgussgetränk, das vor allem in Südamerika weit verbreitet ist. Die Blätter des Mate-Strauchs werden fermentiert und zur Teezubereitung verwendet. Er hat ein rauchiges Aroma und schmeckt sowohl süß als auch sauer.


Monsun

entsteht durch Luftzirkulationen. Begleitet wird der Monsun durch ein feuchtwarmes Klima. Hervorgerufen wird dies durch starke Regenfälle, den sogenannten Monsunregen.


Ersten Tee-Aufguss wegschuetten?

Muss ich den ersten Tee-Aufguss wegschütten?

Tradition, Reinigungseffekt und Koffeingehalt. In chinesischen Tee-Zeremonien wird bei der Zubereitung von Pu-Erh Tee und Oolong-Tee tatsächlich auch heute noch der erste Aufguss weggeschüttet. Die trockenen Teeblätter werden übergossen und nach ein paar Sekunden wird der erste Aufguss entsorgt.

Zum einen ist es eine Tradition (der erste Schluck für Muttererde), zum anderen kann man die Pu-Erh und Oolong Teeblätter aufwecken und dann mit einem ersten, kraftvollen Aufguss starten. Wenn man es nicht tut, wird man geschmacklich jedoch keinen großen Unterschied feststellen.

Sicherlich gibt es auch einen gewissen Reinigungseffekt, den man bei hoher Teequalität heute nicht mehr braucht, da hochwertiger Tee in der Regel pfleglich hergestellt wurde.

Ein weiterer Aspekt, ist die Wirkung des Koffeins bzw. Theobromins. Beide Stoffe sind bekanntlich anregend und lösen sich vor allem zu Beginn des Aufgusses im heißen Wasser. Wenn man die anregende Wirkung reduzieren möchte, könnte man also dazu den ersten Aufguss wegschütten.
  Bei Pu-Erh Tee und Oolong-Tee kann man es machen Ratsam ist das Wegschütten überhaupt nur bei Pu-Erh Tee und eventuell noch bei Oolong-Tee. Diese Tees brauchen ohnehin etwas Zeit, um sich geschmacklich zu entfalten. Damit verschenkt man mit dem Wegschütten keine allzu wertvollen Aromen und man kann den traditionellen Reinigungseffekt nutzen. Gerade bei älteren Pu-Erh Tees, die mehrere Jahre gelagert wurden, gibt es mir persönlich ein gutes Gefühl diese Reinigung durchzuführen.

Grundsätzlich macht das Wegschütten eigentlich nur Sinn, wenn man mit einer Yixing Teekanne nach der Gong-Fu Methode arbeitet. Mit einer klassischen deutschen Hausmannskanne käme es mir nicht in den Sinn.
  Bitte nicht bei grünem und weißem Tee Auf keinen Fall sollte man den ersten Aufguss bei grünem und weißem Tee wegschütten. Diese Teesorten leben von den feinen Aromen, die sich unmittelbare nach dem Aufguss entfalten. Ein Aufwecken der Teeblätter ist nicht notwendig - im Gegenteil man würde nur wertvolle Aromen verschenken.   Wir wünschen genussvolles Teetrinken! Christian Beck window.dojoRequire(["mojo/signup-forms/Loader"], function(L) { L.start({"baseUrl":"mc.us8.list-manage.com","uuid":"78e93a5d15fa01c7f73bc9199","lid":"a6c84b3e39","uniqueMethods":true}) })



N

Nilgiri

ist eine spezielle Teesorte, die nur in Indien angebaut wird. Im Detail stammt sie aus Nilgiris, das im westlichen Süden Indiens liegt.



O

Oolong

ist ein halbfermentierter Tee. Nach dem Pflücken werden die Teeblätter belüftet. Durch das direkte Weiterverarbeiten mittels Erhitzung wird der Oxidationsprozess unterbrochen. Mehr Infos finden Sie in der Rubrik Oolong Tee.


Wie schmecken Oolong-Tees aus Taiwan?

Oolong Tee aus Taiwan

Was ist Oolong Tee? Wie schmecken Oolong-Tees aus Taiwan? Oolong (chinesisch 乌龙) ist überwiegend als gerollter und kugelförmiger Tee bekannt und kommt ursprünglich aus Südost China, der Provinz Fujian, von wo aus sich diese halb oxidierte Spezialität verbreitete, zunächst nach Taiwan. Oolong Tee wird aus eher großen Blättern gewonnen, im Schnitt dauert es 40 Tage vom ersten Sprießen bis zur Ernte. Nach dem Pflücken werden die Blätter in einen dunklen Raum zum sogenannten Welken unter leichter Luftzufuhr gelegt. Im Anschluss werden die Blätter gerollt und gedreht, dabei wird die Zellstruktur absichtlich gebrochen, dies gibt dem Tee eine liebliche Note. Nach dem mechanischen Bearbeitungsschritten kann der Tee in einen Ofen zum Backen oder Rösten gegeben werden. Der Meister bestimmt hierbei den Grad der Röstung. Diese Verarbeitungsmethode stammt aus der Zeit der Tang Dynastie. Während dieser Zeit breitete sich das Teetrinken stark aus und Luyu dokumentierte in seiner „Tee Bibel“ den Tee Anbau und Konsum in acht Regionen, u.a. im heutigen Fujian und dem Oolong. Bei dem chineischen Tee-Historiker Guang Chung Lee ließt man folgendes (aus dem Jahr 2006): Die Teeproduktion in Taiwan begann im 18. Jahrhundert, seit dem findet man dort die meisten Sorten wie in Fujian. Oolong Tee Anbau konnte sich stark entwickeln, auch dank der ausgeprägten Teekultur im Taiwanesischen Alltag. Eine Verabredung, auch geschäftlicher Natur kann in einem Teehaus gehalten werden und in öffentlichen Parks können teilweise auch Teesets für eine „Sitzung“ geliehen werden.
Taiwanesische Oolong Spezialitäten zeichnen sich durch besonders blumige und liebliche Geschmacksnoten aus.   Wie schmecken Oolong-Tees aus Taiwan? Wie schmecken Oolong-Tees aus Taiwan? Taiwanesische Oolong Tees schmecken besonders floral und lieblich. Die besten Oolong-Tees habe feine, sehr individuelle Geschmacksnoten die z.B. an Flieder oder Orchideen erinnern. Einige sagen taiwanesischer Oolong schmeckt besser als das Original von Fujian, wegen der hohen Anbauhöhe und der niederschlagsreichen, sowie zugleich sehr warmen Bergregion, an denen sich die Wolken abregnen. Taiwan Oolong Tee Geschmack wird beeinflusst von: Art des Kultivar, z.B. "Vier Jahreszeiten", "Jin Xuan" und "Ching Jin" Anbauregion, Nantou Bezirk vom Sonne und Mond See verwendetes Blattgut – Blattgut nur wenig ausgefranzt Erntezeitpunkt – Frühjahresernte schmeckt lieblicher, Herbsternte kräftiger Klimatische Bedingungen (optimal sind kurze Sonnenscheinphasen und lange, feuchte Nebelphasen) Die Höhenlage - ein Tee aus über 1.000 Metern Höhenlage darf sich offiziell "Gao Shan Oolong" oder im Englischen "High Mountain Oolong" nennen Biologischer Anbau, schmeckt natürlicher. Einflussfaktoren bei der Verarbeitung: Wie stark werden die Blätter angerissen, dies beeinflusst auch den Oxidationsgrad Intensität der Röstung, sofern vorgesehen Prozesszeiten (z.B. Dauer des Quetschens) Temperaturen (z.B. beim Trocknen, Rösten) Die Herstellung eines Oolong-Tees von hoher Qualität erfordert daher neben den richtigen Anbaubedingungen (Klima, Erde, Wasser, Pflanze) auch einen hochqualifizierten und erfahrenen Oolong-Teemeister, der die richtigen Entscheidungen bei der Verarbeitung trifft. Für das Erzielen einzigartiger Aroma-Nuancen, z.B. Orchidee oder Flieder, braucht es neben diesen Voraussetzungen aber auch immer ein Quäntchen Glück.   Die Anbauregion Nantou Nantou liegt in Taiwans Mitte, umgeben von den berühmten Bergen, wie Alishan und Dongding. Charakteristisch für diese Region ist der Sonnenschein am Morgen und lange Regen- und Nebelphasen während des Tages. Teekenners Taiwan Oolong Tee stammt aus zertifizierten ökologischen Bioanbau, der Tee stammt aus den Teegärten von Frau Katie Yen, in dem die Pflanzen auf natürlichste Art gedeihen. Der Teegarten liegt auf einer mittleren Höhe von 1450m und der Tee wird von Hand gepflückt, gewelkt, geformt und gebacken.   Oolong Tee - Verarbeitung der Teeblätter und die Herstellung 1) Pflücken Die Teeblätter für den Oolong-Tee werden aussschließlich per Hand gepflückt. Es werden "Two Leaves and a bud gepflückt." Die richtige Größe der Blätter ist entscheidend - beim Oolongtee dürfen die Blätter ruhig etwas größer sein, als z.B. bei chinesischen Grüntee-Sorten. Die erste Ernte findet deshalb auch etwas später statt, gegen Ende April oder Anfang Mai. Weitere 2-3 Ernten pro Jahr sind möglich. Insbesondere die Herbst-Ernte (geerntet im September oder Oktober) bringt erstaunlich gute Qualitäten hervor. 2) Welken Die frisch geernteten Teeblätter werden noch am gleichen Tag auf großen Bambustellern ausgelegt und, je nach Wetter, an der Sonne oder in gut belüfteten Räumen gewelkt. Die Teeblätter müssen regelmäßig gewendet werden. Die Blätter verlieren beim Welken bereits einen hohen Anteil ihrer Feuchtigkeit. 3) Schütteln und Quetschen Traditionell werden die Teeblätter auf den Bambustellern per Hand in die Höhe geworfen und dabei leicht gequetscht. Es entstehen kleine Anrisse an den Blättern, aus denen aromatischer Zellsaft austritt. Entlang der Risse setzt sofort die Oxidation der Blattsubstanz ein. Leicht oxidierte Oolongtees werden nur leicht gequetscht und höher oxidierte Oolongtees werden stärker gequetscht. Heute übernimmt diese Aufgabe eine Trommel, die ähnlich einer Waschmaschine, das Blattgut permanent dreht. 4) Oxidieren Die angerissenen Teeblätter werden wieder auf den Bambustellern ausgebreitet und reagieren bei Raumtemperatur mit dem Sauerstoff der Luft. Die Teeblätter verströmen einen herrlichen Duft und man kann bereits die Aromanoten der neuen Kreation erriechen. Der Prozess des Oxidierens dauert einige Stunden und muss für den gewünschten Oxidationsgrad rechtzeitig beendet werden. Es hat sich sie irrtümlicherweise der Begriff "Fermentation" eingebürgert. Fermentation ist aber immer ein Prozess mit Beteiligung von Mikroorganismen. Die Fermentation bleibt einzig und allein dem Pu-Erh Tee vorbehalten. 5) Pfannenerhitzen (auch Fixieren genannt) Zum Anhalten der Oxidation werden die Teeblätter jetzt erhitzt. Dazu werden die Blätter in großen Pfannen kurz bei ca. 80° C erhitzt und gewendet. Diese Methode wird in China und Taiwan für alle nicht bzw. halboxidierten Teesorten angewendet. In Japan kommt eine andere Methode zum Einsatz: Hier werden die Teeblätter zur Unterbindung der Oxidation kurz heiß gedämpft. 6) Rollen im Stoffsack In diesem Schritt werden die kleinen, charakteristischen Oolong-Kügelchen hergestellt. Dazu werden die bereits fixierten Teeblätter in einem Stoffsack gegeben. Der Stoffsack wird unter hohem Druck zugedreht. Anschließend kommt der Sack auf einen Drehtisch. Dabei wird der Stoffsack von zwei gegenläufigen Eisenplatten eingequetscht und mehrere Stunden in drehenden Bewegungen bearbeitet. Je länger dieser Prozess durchgeführt wird, desto runder ist das Ergebnis. 7) Trocknen Ziel des Trocknens ist es dem Tee weiter Feuchtigkeit zu entziehen. Dazu werden die jetzt gerollten Teekügelchen erneut auf den Bambustellern ausgebreitet und kommen mehrere Stunden in eine Trockungskammer. Häufig wird dabei ein Gebläse  verwendet. Wenn die Teeblätter eine Restfeuchtigkeit von 3% erreicht haben ist der Prozess abgeschlossen. 8) Rösten Je nach gewünschter Teesorte kann der Oolong-Tee abschließend geröstet werden - oder auch nicht. Dazu werden traditionell Öfen mit Holzkohle beheizt und der Oolong-Tee auf Backblechen geröstet. Das Rösten verleiht dem Tee eine würzigere Note. Bei stärkerer Röstung treten die floralen Noten in den Hintergrund. Stärker geröstete Oolong-Tees sind z.B. die chinesischen Sorten Da Hong Pao oder Shui Xian. Auch der Dong Ding Oolong ist leicht geröstet. Der Four Seasons Oolong und der High Mountain Oolong sind dagegen nicht geröstet.   Sie haben weitere Anregungen oder Fragen zu diesem Thema? Sprechen Sie uns gerne an. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.


Vorheizen der Yixing Teekanne bzw. des Gaiwans

Oolong Tee-Zubereitung nach Gongfu Cha

Chinesische Tradition hin oder her – eines ist klar: Wer auf der Suche nach dem besten Geschmackserlebnis ist, der kommt an der traditionellen chinesischen Tee-Zubereitung (im chinesischen „Gong Fu Cha“ 功夫茶 genannt) nicht vorbei. Vor allem für unsere hochwertigen Oolong-Tees empfehlen wir diese Methode. Doch keine Angst, man kann recht einfach beginnen, auch ohne allzu viel Vorwissen und Werkzeug.
  Was ist der Unterschied zu der herkömmlichen, typisch „westlichen“ Tee-Zubereitung? Im Gegensatz zu der typisch westlichen Tee-Zubereitung verwendet man bei Gongfu Cha eine kleine Teekanne mit einer größeren Menge Tee. Zum Beispiel gießt man fünf Gramm Tee in einer 150ml Tonteekanne mit einer sehr kurzen Ziehzeit von 20-30 Sekunden mehrmals auf. Oolong-Tees können so fünf bis sieben Mal aufgegossen werden. Bei der kurzen Ziehzeit lösen sich weniger Bitterstoffe und feine Aromen können mehr in den Vordergrund treten. Das Geschmacksbild verändert sich vom ersten bis zum letzten Aufguss und die vielen Aufgüsse bieten damit auch ein interessanteres Tee-Erlebnis.
  Was wird für die Gong Fu Tee-Zubereitung benötigt? Eine kleine Teekanne oder ein Gaiwan mit ca. 150 ml bis max. 250 ml Volumen (z.B. eine Yixing Teekanne oder die Teekenner Kanne) Ein Ausschenk-Gefäß (chinesisch Gongdaobei 公道杯, im englischen auch Pitcher genannt), z.B. unsere Glaskaraffe Kleine Tee-Becher, z.B. aus Porzellan Wasserkocher mit Temperatur-Vorwahl Neben diesem Basis-Equipment gibt es für die Gong Fu Tee-Zubereitung eine endlose Reihe an mehr oder weniger nützlichen und spielerischen Accessoires. So ist zum Beispiel das sogenannte „Teeboot“ aus Holz oder Stein der passende Untersatz für die Tee-Zubereitung und eine stilsichere Methode die Wasserspritzer kunstvoll in Szene zu setzen. Ein Teelöffel aus Bambus oder Holz vereinfacht das Dosieren und verhindert, dass man die Teeblätter mit den Fingern anfassen muss. Mit einem Sieb können beim Aufgießen kleinere Schwebeteilchen herausgefiltert werden. Riechbecher werden zusätzlich zum Trinkbecher benutzt, um das Aroma des Tees vor dem Trinken zu Riechen. Ein Tuch dient der Sauberkeit des Arbeitsplatzes.
  Wie wähle ich die für meinen Oolong-Tee passende Teekanne aus? Zunächst sollte man die richtige Teekannen-Größe finden:  Für wie viel Personen möchte ich Tee zubereiten? 1-2 Personen: 150ml Teekanne 3-4 Personen: 150 bis 250ml Teekanne Welche Form sollte die Teekanne haben? Oolong-Tees sind stets ungebrochene Ganzblatt-Tees. Damit sich die Teeblätter entfalten können, ist eine bauchige, runde Form von Vorteil. Grundsätzlich benötigen kugelig gerollte Oolong-Teeblätter (z.B. Four Seasons Oolong) mehr Raum sich zu entfalten, als längsgerollte Teeblätter (z.B. Dancong Oolong).

Das Material: Man unterscheidet zwischen glatten, geschmacksneutralen Oberflächen (z.B. Porzellan) und porösen, luftdurchlässigen Oberflächen (z.B. unglasierte Yixing Tonerden). Letztere haben einen positiven Einfluss auf das Geschmacksbild von dunklen Tees – man bevorzugt sie bei Pu-Erh Tees, dunklen Oolong Tees und schwarzem Tee. Für geringer oxidierte Oolong Tees und grüne Tees sind glatte und damit geschmacksneutrale Oberflächen geeignet. Bei diesen leicht oder gar nicht oxidierten Tees möchte man die unverfälschten, blumigen und floralen Noten erleben. Übrigens verwenden Tea Taster für die Zubereitung stets glasiertes Porzellan. Die sehr glatte Oberfläche hat nämlich den geringstmöglichen Einfluss auf den Geschmack.

Ein weiterer Faktor ist die Wandstärke und die Wärmekapazität des Materials. Dickwandige Yixing Teekannen haben eine sehr hohe Wärmekapazität. Porzellan und Glas dagegen haben eine geringere Wärmekapazität. Diese Materialien lassen sich schlechter vorwärmen und man verliert beim Aufgießen ca. 10° Wassertemperatur. Teekannen-Empfehlungen: Gering oxidierte Oolong-Tees (z.B. High Mountain Oolong, Four Seasons Oolong): Hario Tee Dekanter Gao Shi Piao Teekenner Kanne
  Höher oxidierte Ooong Tees (z.B. Oriental Beauty, Shui Xian Oolong): Ban Yue (Halfmoon) Xi Shi Zi Ni
Schritt für Schritt-Anleitung für die Gong Fu Zubereitung von Oolong-Tee: 1. Wasser aufkochen und Vorheizen
Zunächst sollte man grundsätzlich möglichst weiches Wasser verwenden. Zu hartes Wasser trübt das Geschmackserlebnis – der Tee schmeckt dann etwas kratzig. Außerdem bildet der im Wasser befindliche Kalk mit den gelösten Polyphenolen einen Film auf der Wasseroberfläche, den man nicht haben möchte. Für alle Oolong-Tees kann man das Wasser erstmal getrost aufkochen – wenn man einen Wasserkocher mit Temperaturvorwahl hat, kann man das Wasser auch auf 90° erhitzen. Das Vorheizen: Im ersten Schritt spült man die Teekanne und die Trinkbecher mit heißem Wasser durch – damit der Ton sich gut aufheizt, sollte man das Wasser einige Sekunden in den Gefäßen belassen und anschließend wegschütten. 2. Oolong-Teeblätter Dosieren und erste Duftprobe nehmen
Nun gibt man die Oolong-Teeblätter in die geleerte, aber noch feuchte und vorgeheizte Teekanne. Dabei gilt die Faustregel: 5g Tee pro 150ml Teekannen-Volumen. Anschließend schließt man die Teekanne mit dem Deckel und schüttelt das Gefäß einige Male kräftig. Man öffne die Teekanne einen kleinen Spalt und rieche: Das ganze Aroma-Spektrum des Tees liegt einem in der Nase und man darf sich auf den ersten Aufguss freuen! 3.    Erster Aufguss
Nun den Tee mit ca. 95° C heißem Wasser aufgießen – da man ohnehin ein paar Grad Celsius beim Aufgießen verliert, kann man getrost frisch aufgekochtes Wasser verwenden. Für  geringer oxidierte Oolong-Tees dürfen es auch ein paar Grad weniger sein (90° Aufgusstemperatur). Die Ziehzeit für den ersten Aufguss kann man mit 30-40 Sekunden ausprobieren. Wenn man zuvor den Tee gewaschen hat (optional), reichen 20 Sekunden.

4.    Umschütten
Am Ende der Ziehzeit gießt man den Tee vollständig in das Aufgussgefäß, zum Beispiel in eine Glaskaraffe. Das Glas hat den Vorteil, dass man die leuchtenden Farben des Aufgusses besser wahrnehmen kann. Das Aufgussgefäß hat idealerweise die gleiche Füllmenge, wie die Teekanne. Das Umschütten beendet die Ziehzeit und ermöglicht, dass der erste Aufguss homogen im Geschmack bleibt. Außerdem kühlt sich der Tee beim Umgießen um ca. 10° ab, dieser Effekt ist gewünscht, um den Tee auf Trinktemperatur zu bringen. 5.    Ausschenken
Nun wird der erste Aufguss gleichmäßig auf die gewünschte Anzahl an Teebechern ausgeschenkt. Die Teebecher sollten auch vorgeheizt worden sein, da der Tee sonst zu viel Wärme verliert. Ein weiterer Wärmeverlust von max. 10° ist ideal – der Tee kann nun direkt getrunken werden und hat angenehme 60-70° Celsius. 6.    Trinken
Tea Taster schlürfen Ihren Tee gerne – die Belüftung des Tees und das Umspielen des Gaumens trägt zu der besseren Wahrnehmung der Geschmacksnuancen bei. Man kann den Tee aber auch einfach vor dem Hinunterschlucken ein paar Sekunden im Mund verweilen lassen. Das ist eine sozialverträglichere Art des Genießens. 7.    Weitere Aufgüsse
Der Tee kann nun weitere Male aufgegossen werden. Gute Oolong-Tees lassen sich problemlos 5-7 Mal aufgießen. Pu-Erh Tees sogar bis zu 10 Mal. Wenn der Tee vor dem ersten Aufguss nicht gewaschen wurde, gilt folgendes: der zweite Aufguss ist der kürzeste. Bei  jedem weiteren Aufguss kann man ca. 10 Sekunden Ziehzeit hinzurechnen. Eine Gongfu Session mit einem kugelgerollten Milky Oolong-Tee könnte also z.B. wie folgt aussehen, Aufgusstemperatur durchgehend 90° Celsius: Aufguss 40 Sekunden (Aufwecken der Teeblätter) -> noch sanfter Geschmack Aufguss 20 Sekunden -> die feinen Aromen kommen hervor Aufguss 30 Sekunden -> feines Aroma und mehr Intensität Aufguss 40 Sekunden - > Aroma nimmt langsam ab, dafür mehr Intensität Aufguss 50 Sekunden -> nur noch wenig Aroma, dafür mehr Bitterstoffe Aufguss 60 Sekunden -> der Tee schmeckt bereits „etwas durch“ Aufguss 1 Minute oder länger -> der Aufguss für Sparfüchse Man kann die weiteren Aufgüsse auch zeitversetzt z.B. einige Stunden später fortsetzen. Merke: Durchnässte Teeblätter innerhalb eines Tages verwerten. Etikette und Feinschliff
Ästhetische Bewegungsabläufe sind bei der chinesischen GongFu Cha Tee-Zeremonie sehr wichtig. Der Oberkörper ist stets gerade und aufrecht, die Bewegungsabläufe sind sanft und anmutig. Grobe und laute Bewegungen sind zu vermeiden. In China wird die Gongfu Cha Tee-Zubereitung von Meistern geleert und man braucht Jahre um sie zu Perfektionieren.   Das Teekenner Team wünscht viel Spaß beim Ausprobieren! Christian Beck window.dojoRequire(["mojo/signup-forms/Loader"], function(L) { L.start({"baseUrl":"mc.us8.list-manage.com","uuid":"78e93a5d15fa01c7f73bc9199","lid":"a6c84b3e39","uniqueMethods":true}) })


Oolong Teegarten im wilden Wuyi-Gebirge

Oolong Tee: Felsentee aus dem Wuyi Gebirge

Dahongpao ist die bekannteste und zugleich teuerste Felsentee oder Oolong Sorte aus dem Wuyi Gebirge. Generell unterscheidet man beim Oolong Tee Anhand des Grades der Fermentierung in Halb- (Tieguanyin, Dongding) und Vollfermentiert (Dahongpao, Shui xian). Beide Oolongarten sind nach dem klassischen Gruentee die beliebtesten und meist getrunken Teesorten Chinas, gerade in Restaurants wird Shuixian als „Starter“ serviert.  Oolong Teeblaetter wachsen zirka 40 Tage bis zur Ernte, wohingegen Gruenteeblaetter nach 2-3 Tagen gepflueckt werden, daher ist das Oolongblatt viel groesser und wird entweder angetrocknet, gerollt und voll getrocknet fuer Tieguanyin, oder angetrocknet und gebacken fuer die Felsenteesorten. In dem kleinen Familienbetrieb herrscht im Mai hochbetrieb, ab dem fruehen Nachmittag kommt der Tee an, wird ausgelegt und stuendlich durchgemischt. Der komplette Betrieb erfuellt sich mit dem blumigen Duft der frischen Pflueckung, zum Abend hin, wenn die Blaetter auf Blechen in den Oefen zur Backung gegeben werden liegt ein liebliches Parfume in der Luft. Gegen Mitternacht ist der erste Oolong Bio Shui Xian fertig fuer den Aufguss, noch warm und schokoladenartig duftend. Oolongtee wird fast ausschliesslich nach der Gongfu Methode zubereitet. Gongfu hat nichts zu tun mit Kongfu sondern beschreibt ein kontinuierliches, bis zu 12 maliges aufgiessen, bei kurzer Ziehzeit. Hierzu wird der Shui Xian (5-7g) in eine kleine Kanne (200ml) gegeben, mit fast kochenden Wasser uebergossn und nach 10-20 Sekunden in eine groessere Kanne (500ml+), durch ein Sieb gegossen. Der erste Aufguss dient dabei der Waschung des Tees und der Tassen, wird also nicht getrunken. Der zweite Aufguss und dritten Aufguss sammelt man in der groesseren Kanne laesst den Tee kurz ruhen und verteilt ihn dann in die Tassen. Durch das haeufige aufgiessen und vermischen der Aufguesse, stellt sich ein feiner gleichmaessiger Geschmack ein. Diese Methode erscheint auf den ersten Blick recht kompliziert und unsereins, der mit den Vorzuegen eines Kaffeevollautomat vertraut ist, weiss wie unkompliziert Genuss sein kann, deshalb habe ich die Teekenner Kanne nach Deutschland gebracht, die den Gongfu Aufguss zum Kinderspiel macht. Viel Spass beim Probieren und Geniessen!


Ostfriesische Mischungen

sind Mischungen aus verschiedenen Sorten Schwarztee. Echte ostfriesische Mischungen sind aber lediglich diese, die von einem der wenigen Teehäuser gemischt wurden.



R

Rauchtee

ist eine Teevariante mit rauchiger, kräftiger Note. Das Trocknen der Teeblätter erfolgt über dem Rauch von harzreichem Holz. Es ist eine der ältesten Herstellungsvarianten von Tee.