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Teekenner Service

Oolong Shui Xian (Felsentee) aus dem Wuyi Gebirge

19. Juli 2012

Der Besuch ins Wuyi Gebirge ist jedes Jahr ein ganz besonderes Ereignis, nicht nur augrund des herzhaften Shui Xian Felsentees und der eindruecklichen Landschaft (UNESCO), sondern wegen meiner Gastfamilie, bei der ich seit nun vier Jahren freudestrahlend aufgenommen werde. Es ist bereits spaeterer Abend, entgegen des chinaweit ueblichen 6 Uhr Abendessens, warten alle auf mich mit dem gemeinsamem Essen. Verwundert bemerke ich dass heute neben dem Gastfamilienvater ein weiterer gleichaltiger Herr sitzt, die Tochter hat nun geheiratet und mit ihrem Schwiegervater trinke ich sogleich eine Tasse Shui Xian Oolong Tee aus dem eigenen Garten.

Nach einer kurzen aber erhohlsamen Nacht mache ich mich auf in die Teegaerten, die meist auf Sandsteinfelsen oder zwischen jenen in Schluchten liegen. Gluecklicherweise hat es heute keine 30 Grad und schnell komme ich abseits der kuenstlich angelegten Touristenwegen auf den kleinen Pfaden der Teepfluecker ans Ziel. Es ueberrascht mich jedes Jahr aufs Neue wie ruhig und einsam das Wuyi Gebirge trotz seiner millionen Besucher sein kann, auch waerend Maifeiertage, die in China als Haupturlaubstage gelten.

Vorbei an teils geernteten Bio Shui Xian Oolong Gaerten, neben dem sanften Rauschen eines kleinen Bach hoehre ich erste Teepflueckerinnen laut schwatzend bei der Ernte. Als sie mich sehen verstummt die Situation und verdutzte Blicke kommen mir entgegen. Ein Tourist, ein auslaendischer noch dazu, allein durchs Wuyi Gebirge, dass kommt nicht alle Tage vor, erzaehlen sie mir, ich bins gewohnt. Ich bitte um Erlaubnis ein paar Bilder zu machen „Bu kan, bu kan – nicht huebsch“ verstehe ich.

Waerend eines kurzen Abstieg, lerne ich was es mit Arbeitsteilung auf sich hat. Mann ueberlaesst der Frau das Pfuecken und uebernimmt selbst den koerperlich anstrengenderen und nicht ungefaehrlichen Transport der Ernte ins Dorf vor. Bei einer spaeteren Begegnung konnte ich die Teetransporteinheit einfangen.

Mittlerweile habe ich die Touristenroute gequeert und bin auf einem Hochplateau angekommen. Eine einmaliges Panorama tut sich auf, ich verweile ein wenig und treffe eine kleine Gruppe Pflueckerinnen. Ich erfahre, dass ihre Kinder lieber in der Stadt arbeiten wollen, dass kann ich bei gegebener Landschaft nicht wirklich verstehen.

Am Abend habe ich dann noch die kleine Teefabrik, von der Teekenner seinen Tee fuer Sie, verehrte Leserschaft bezieht, besucht. Dies und welche Teesorten im Detail hier im Wuyi Gebirge angebaut werden, berichte ich im naechsten Teil vom Felsentee aus dem Wuyi Gebirge.