20. Oktober 2011

Meine letzten Tage in Zhejiang

Zukunft biologischer Teeplantagen in China

Teekenner im Büro in der Teefabrik in Zhejiang In zwei Tagen schon muss ich meine Heimreise antreten, denn ich habe das Projekt für Teekenner bereits abgeschlossen. Heute habe ich einen Vortrag über die europäische Bio-Gesetzgebung für chinesische biologisch anbauende Kleinbetriebe gehalten. Es war wirklich schön zu erkennen, dass chinesische Bio-Teebauern eine klare Vorstellung von biologischem Teeanbau haben, andererseits aber auch darüber diskutieren, wie man die Effektivität der Teeherstellung in Bezug auf den Bio-Status steigern kann. Themen wie die Anzucht von Bio-Sämlingen für internationale Nutzung, die Erweiterung des Sortiments an natürlichen Düngemitteln, die Pflanzung weitere Wälder und Gärten rund um die Plantagen, um die Artenvielfalt zu steigern, die Gärten zu verschönern und die Abwehr gegen Krankheitserreger zu fördern, die Verringerung von Transportwegen, indem man die Produktionsstätten direkt neben die Plantagen baut, zeigen mir, wie viel Herzblut die Menschen in ihre Arbeit stecken und dass sie jede Gelegenheit nutzen, um das Unternehmen voran zu bringen.

Abschied von der Teeplantage

Am Tag meiner Abreise besuchen wir noch einmal die Teeplantage. Es gibt keinen besonderen Grund, ich möchte mich nur verabschieden. Ich finde es ein wenig traurig, die kleine Teefabrik und die wunderschöne Plantage verlassen zu müssen. Mittlerweile kenne ich jeden Tian Mu Qing Ding Teestrauch und jede Ecke auf dem Feld und könnte jedem Besucher ausführlich vom Teeanbau auf dieser Plantage erzählen. Ich spaziere ein letztes Mal im Teegarten umher und mache Fotos von der Schönheit dieser Landschaft. Leider können Fotos keine Geräusche und Düfte wiedergeben, denn das ist es, was diese Umgebung zum Leben erweckt. Obwohl ich meine Heimat vermisst habe, werden mich meine Erinnerungen an die Natur und die Menschen immer wieder hierher zurückbringen.