3. Juni 2011

8500 km von der Heimat entfernt - für Teekenner

Ankunft im Land des grünen Tee

Teekenner in der Innenstadt von Wuhan City

Hier in China ist alles so anders im Vergleich zu Europa. Das Erste, was ich nach meiner Ankunft am Flughafen Wuhan, eine Stadt im östlichen Teil Chinas, bemerkte war kein chinesischer Tee, sondern der Lärm. Aus allen Ecken ertönt irgendein Geräusch: Menschen, öffentliche Verkehrsmittel, Tiere, Elektroleitungen, sogar Gebäude und Monumente scheinen Lärm zu erzeugen. Aber diese Geräusche sind nicht mit dem typischen Lärm aus europäischen Großstädten zu vergleichen, wo alles und jeder seinem Geschäftstreiben nachgeht. Dieses Lärm entstammt der Kommunikation: Zwischenmenschliche Interaktionen im Autogemenge, im Austausch von Neuigkeiten in einem der zahlreichen Teehäuser oder einfach nur auf den Straßen machen diese Stadt sehr lebhaft und voll von Emotionen.

Mariias Herausforderung auf der chinesischen Bio-Teefarm

Jeder hier unterhält sich miteinander - bis auf den General Manager (Zong im Chinesischen) und mich, denn ich spreche kein Chinesisch und er kein Englisch. Zong betreibt eine organische Teefarm, auf der grüner Tee (Mao Jian), weißer Tee (Silver Needles) und schwarzer Tee angebaut wird. Ich bin hier, um das Qualitätsmanagement der Bio Teefarm zu verbessern. Zong holte mich vom Flughafen ab und brachte mich zu einem naheliegenden Hotel, in dem ich einige Tage vor meinem offiziellen Arbeitsbeginn übernachten werde.

Chinesische Gastfreundschaft

Meine Pläne für diese Tage waren eigentlich klar: Mich in die Arbeitsunterlagen einzuarbeiten und meine Forschungsarbeit zu beginnen. Daraus wurde nur überhaupt nichts, denn sofort nach meiner Ankunft wurde ich zum Essen und in diverse Teehäuser auf eine Tasse grünen Tee eingeladen, Geschäftspartnern und Freunden vorgestellt und durch die Stadt und deren Umgebung geführt. Und all das ohne sich auch nur im geringsten sprachlich verständigen zu können! Das nennt man dann wohl chinesische Gastfreundschaft.